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Heißwolfs Pendelzugsteuerung erweitert das Steuergerät SFR 2000
Pendeln mit echtem Komfort...
Einen Zug von einem Bahnhof zum anderen Bahnhof pendeln zu lassen, kann auf Dauer recht mühselig sein. Doch mit der Pendelzugsteuerung für das SRF 2000 von Bernd Heißwolf können solche Betriebsabläufe zu einem wahren Vergnügen werden und laufen sogar vollautomatisch ab.
Diese Pendelzugsteuerung, die wir heute im Detail vorstellen, stellt eine Ergänzung - neudeutsch würde man dieses Teil als "Add-On" bezeichnen - für das bekannte und bewährte Steuerungssystem SFR 2000 dar. Somit erweitert sich der Funktionsumfang des SFR 2000 um diese komfortable Pendelzugsteuerung. Über maximal acht Gleiskontakte werden die Z-Lokomotiven und Triebwagen automatisch von einer Endhaltestelle über einen beliebigen Zwischenhalt zu einer anderen Endhaltestelle gefahren. Der besondere Clou dieser Steuerung ist, daß die Modelle vor dem Einfahren in eine Haltestelle von der Streckengeschwindigkeit langsam abgebremst werden und dann punktgenau an der Haltestelle zum Stehen kommen. Für dieses kontrollierte Fahren sorgen die Gleiskontakte, deren Positionen vom Modellbahner frei gewählt werden können.
In der Theorie können uns die Leistungsparameter der Pendelzugsteuerung überzeugen. Doch wie sieht es in der Modellbahnpraxis aus? Nach dem Auspacken der Einzelteile wenden wir uns der Installation vor. Zunächst wird das Steuermodul auf das Leistungsteil aufgesteckt. Für den sicheren Halt der beiden Teile sorgen zwei mitgelieferte Abstandsbolzen. Nach dieser Montage wird das dreiadrige Kabel für die Fahrtauslösung an den Endhaltestellen und das Flachbandkabel für die Rückmeldung der Gleiskontakte eingesteckt. Und schließlich müssen die roten Steckbrücken entsprechend den verwendeten Gleiskontakten gesetzt werden - doch dazu später mehr.
Nach der Installation wollen wir den ersten Test durchführen. Ein wesentlicher Bestandteil der Pendelzugsteuerung sind die Gleiskontakte, über welche das kontrollierte Fahren der Modelle gesteuert wird. Möglich sind hier potentialfreie Kontakte (z.B. Reedkontakte oder Optokoppler), Magnetfeldsensoren oder externe Spannungsquellen (z.B. Lichtschranken). Entsprechend der verwendeten Gleiskontakte sind die bereits erwähnten roten Steckbrücken auf dem Steuermodul zu setzen. Über den Fahrregler werden sämtliche Parameter der Pendelzugsteuerung eingegeben. Über eine klare und einfache Menüführung, die in der Bedienungsanleitung Schritt für Schritt beschrieben wird, können zum Beispiel die Wartezeiten an den Endhaltestellen im Bereich zwischen 1 Sekunde und 180 Sekunden eingestellt werden. So arbeiten wir uns mit den notwendigen Einstellungen bis zum Ende vor - als Triebfahrzeug haben wir einen ÖBB-Schienenbus mit Beiwagen gewählt. Bei den Gleiskontakten haben wir uns für Gleisabschnitte entschieden, die getrennt sind und mit Optokopplern aus dem Hause LDT (Littfinski Datentechnik) ausgewertet werden. Diese Lösung bietet sich vor allem für Anlagen an, die bereits fertig aufgebaut und geschottert sind - der Arbeitsaufwand hält sich somit in Grenzen.
Der Optokoppler wird gemäß der Heißwolf’schen Anleitung genau angeschlossen und über den Pfostenstecker auf das Steuermodul aufgesteckt. Und zum Schluß montieren wir noch zwei Taster an das dreiadrige Starterkabel, um später den Startvorgang an den Endhaltestellen auszulösen - unabhängig vom Fahrregler. Diese beiden Taster zur Fahrtauslösung funktionieren nur bei Anzeige von "Auswählen" und dienen nur zum Starten der Pendelzugfahrt bei nicht angestecktem Bedienteil. Der "Start"- Eingang ist für den Start eines Zuges vorgesehen, wenn dieser in einer Haltestelle steht, bei der die Wartezeit "Start" eingestellt ist. Dazu muss allerdings die Pendelzugfahrt bereits aktiviert worden sein.
Für den ersten Praxistest setzen wir den blau-weißen Schienenbus auf das Gleis unserer Endhaltestelle. Den fiktiven Reisenden geben wir noch ein paar Sekunden zum Einsteigen, bevor wir am Fahrregler die Funktion der Pendelzugsteuerung auswählen. Und siehe da: sanft setzt sich der ÖBB-Brummer in Bewegung und steigert seine Geschwindigkeit. Nach einem guten Meter Fahrtstrecke erreicht er den ersten Gleiskontakt vor dem Zwischenhalt - der Schienenbus bremst langsam ab und kommt am Haltepunkt punktgenau am nächsten Gleiskontakt zum Stehen. Nach der eingestellten Wartezeit von 180 Sekunden rollt das Modell wieder an und erreicht wenig später den nächsten Gleiskontakt am Endhaltepunkt. Wieder bremst er sanft ab und stoppt kurz vor dem Prellbock - dort, wo ihn die Pendelzugsteuerung über den Gleiskontakt zum Halten zwingt.
Nach der eingestellten Wartezeit setzt sich der Schienenbus in umgekehrter Reihenfolge in Bewegung und fährt zu seinem Ausgangsbahnhof zurück. Fortan fährt er automatisch hin und her - und zwar solange, bis diese Fahrt über den Fahrregler unterbrochen oder beendet wird.
Da das Anhalten der Modelle über Gleiskontakte gesteuert wird, spielt es keine Rolle, ob zum Beispiel ein Wendezug von einer Lokomotive geschoben oder gezogen wird. Dazu kommt, daß die beiden Gleiskontakte an der Zwischenhaltestelle die Fahrtrichtung des Zuges automatisch erkennen. Somit ist bei dieser Pendelzugsteuerung ein echter Komfort der Pendelfahrten gewährleistet.
Eine ganz wichtige Eigenschaft der Pendelzugsteuerung ist, daß der Fahrregler weiterhin ohne Funktionseinbußen für andere Fahrten genutzt werden kann. Die automatische Steuerung eines Pendelzuges wird einmal aufgerufen und anschließend kehrt man über das Menü des Fahrreglers zum normalen Fahrbetrieb zurück. Und während man sich mit seinen Loks und Zügen irgendwo auf der Anlage befaßt, rollt quasi im Hintergrund der Pendelverkahr ab. Immer und immer wieder...
Unser Fazit nach einer guten Teststunde: die Pendelzugsteuerung ist voll alltags- und anlagentauglich. Der Z-Modellbahner, der sich mit dem Gedanken einer Pendelzugstrecke trägt - ideal zum Beispiel für Wendezüge und Triebwagen - der ist mit der Erweiterung von Bernd Heißwolf bestens bedient. Die Installation der Steuerung erfordert allerdings einen größeren Aufwand bei den Gleiskontakten, die ja alle erst einmal eingerichtet werden wollen. Doch nach diesen Mühen wird man mit dem Genuß einer automatischen Pendelzugfahrt mehr als entschädigt. Wir jedenfalls können das Add-On nur empfehlen.
Die Pendelzugsteuerung für das SRF 2000 kostet 39 EUR und ist, wie auch das erforderliche Leistungs- und Fahrreglerteil SFR 2000, direkt von Bernd Heißwolf zu beziehen. Seine Seiten sind unter http://www.heisswolf.net erreichbar, die regelmäßig aktualisiert werden, wenn es Neuheiten gibt oder neue Produkte erscheinen.
Guido Kruschke
Veröffentlichung mit freundlicher Genemigung von Guido Kruschke

Wenn am Steuerteil SFR 2000 alle notwendigen Parameter eingestellt sind, kann die Reise für den ÖBBSchienenbus und seine Reisenden losgehen.
So sehen Leistungsteil und Pendelzugsteuerung aus, wenn sie vollständig zusammengebaut sind.
Das Bauteil der Pendelzugsteuerung wird wie ein Modul in die entsprechende Steckleiste des Leistungsteils eingesetzt.
Die Steckbrücken werden gemäß der Bedienungsanleitung für die unterschiedlichen Kontakte gesteckt.
Über das Flachbandkabel werden die verschiedenen Gleiskontakte an die Pendelzugsteuerung angeschlossen.

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